Das Verursachen von Hirnverletzungen bei US-Beamten liege auf der anderen Seite der Linie, warnte Russlands CIA-Chef.

Bereiten Sie sich auf die Konsequenzen vor, wenn Sie hinter dem Havanna-Syndrom stecken, warnte Russlands CIA-Chef William Burns. Das Havanna-Syndrom ist eine Reihe ungeklärter Gesundheitsprobleme, mit denen einige amerikanische Arbeiter im Ausland konfrontiert sind. Die Washington Post schrieb einen Verweis auf unbekannte Quellen. Auch das Federal Bureau of Investigation (FBI) warnte seine Mitarbeiter vor dem Syndrom.

Mehr als 200 Beamte des US-Außenministeriums, der CIA und anderer Regierungsbehörden klagten in den letzten Jahren über verschiedene gesundheitliche Probleme, darunter Schwindel, Magenverstimmung und Kopfschmerzen. Seine Ursache ist noch nicht aufgeklärt. Das Phänomen wurde erstmals von Mitarbeitern der US-Botschaft in Kuba beschrieben, wo das Syndrom seinen Namen erhielt.

CIA-Chef Burns besuchte diesen Monat Moskau, wo er das Thema angeblich mit der Führung der russischen Geheimdienste FSB und SVR besprach. Er sagte ihnen, dass das Verursachen von Hirnverletzungen bei US-Beamten und ihren Familien jenseits akzeptabler „professioneller Geheimdienste“ sei, wie ein nicht identifizierter US-Beamter der Washington Post sagte.

Der CIA-Chef machte Russland jedoch nicht direkt die Schuld, was dem Brief zufolge ein Zeichen dafür ist, dass die USA seit den ersten Fällen des Syndroms vier Jahre lang nichts von seiner Ursache wussten. Burns‘ Kommentar legt jedoch nahe, dass die CIA Russland misstrauisch gegenübersteht. Moskau hat zuvor jede Rolle in dieser Angelegenheit bestritten.

Das FBI sagte in einer Erklärung gegenüber NBC News, es habe seine Mitarbeiter vor der Gefahr des Syndroms gewarnt und seinen Mitarbeitern versprochen, ihnen Zugang zu medizinischer Versorgung zu gewähren, wenn sie einige der mit dem Havanna-Syndrom verbundenen Symptome bemerken würden.

Bisher haben neben Kuba auch die USA ungeklärte Symptome in ihren Büros in China, Russland, Kolumbien und Usbekistan sowie im Juli in Wien gemeldet. Im August meldete das US-Außenministerium den Verdacht mehrerer solcher Fälle in Deutschland.

Der Fall wird von der CIA, dem Pentagon und dem Außenministerium untersucht. Ein Bericht der US-amerikanischen National Academy of Sciences besagte letztes Jahr, dass die Verletzungen durch „gerichtete gepulste Hochfrequenzenergie“ verursacht werden könnten, was darauf hindeutet, dass das Syndrom durch eine gegen US-Beamte eingesetzte Waffe verursacht werden könnte.

Baldric Schreiber

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