Das deutsche Unternehmen will hundert gepanzerte Fahrzeuge in die Ukraine exportieren. Der Antrag muss von der Bundesregierung genehmigt werden. iROZHLAS

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat die Bundesregierung um Erlaubnis gebeten, hunderte ältere Marder-Schützenpanzer in die Ukraine zu exportieren. Das berichtete Reuters am Montag unter Berufung auf seine Quellen und bestätigte Informationen gegenüber der Sonntagszeitung „Welt am Sonntag“. Berlin will nach Angaben eines Regierungssprechers zeitnah über die Genehmigung entscheiden.




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Schützenpanzer Marder Quelle: Reuters

Der Antrag muss vom Bundessicherheitsrat unter Vorsitz von Bundeskanzler Olaf Scholz geprüft werden. Deutsche Medien stellen fest, dass dies das erste Mal seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine ist, dass die Regierung über einen formellen Antrag auf Ausfuhr von Marder-Rüstungen entscheidet. Scholz und sein Kabinett sind zuletzt zunehmend unter Druck geraten, Kiew mit schweren Waffen zu versorgen. Bisher haben sie sich geweigert.


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Kiew forderte in der Vergangenheit hundert Schützenpanzer vom Typ Marder aus den 1970er Jahren an, aber Anfang April schrieb Die Welt, dass Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht die Möglichkeit abgelehnt habe, die Autos zu verlassen. Sie begründete dies damit, dass die Marder-Maschinen, die die Bundeswehr beschlossen hatte, durch Puma-Panzerungen zu ersetzen, aufgrund von NATO-Verpflichtungen weiterhin benötigt würden.

Neben Marder gibt es auch Leopard

Neben den Schützenpanzern möchte Rheinmetall laut Die Welt auch 88 ältere Leopard 1A5-Panzer in die Ukraine exportieren. Diese Anfrage liegt den deutschen Behörden bereits vor.

Verteidigungsministerin Lambrecht hatte vergangene Woche an die Mitglieder der Regierungskoalition geschrieben, Anträge auf Export von Rüstungsgütern in die Ukraine würden „mit absoluter Priorität bearbeitet“. Wann Berlin über zwei aktuelle Anträge entscheiden will, hat das Kabinett allerdings noch nicht bekannt gegeben.

Vor einer Woche, am Donnerstag, schrieb die DPA, dass die Marder-Panzerfahrzeuge sowie die Fuchs-Radpanzerfahrzeuge als Ersatz für die T-72-Panzer, die Ljubljana der Ukraine liefern würde, nach Slowenien geliefert werden könnten. Nach inoffiziellen Angaben wurden diese Panzer bereits von der Tschechischen Republik in die Ukraine verschifft.

ČTK

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