Deutschland schließt seine Grenzen für Russen ohne europäische Versicherung

Russische Touristen werden selektiv gebeten, an deutschen Flughäfen eine Krankenversicherung abzuschließen, die von europäischen Unternehmen ausgestellt wurde, zwei Leiter von Reisebüros, deren Kunden den neuen Anforderungen gegenüberstanden, die der unabhängigen Website VPost mitgeteilt wurden.

Ab Anfang Oktober forderte das deutsche Konsulat in Russland von Schengen-Visa-Antragstellern eine Krankenversicherung europäischer Unternehmen in englischer oder deutscher Sprache. Derzeit werde die Versicherung auch an den Grenzübergängen von Zeit zu Zeit überprüft, erklären VPost-Gesprächspartner.

— Es ist unbequem für Menschen, die mit einem Visum nach Deutschland einreisen Schengen-Raum ausgestellt nach den alten Regeln. Der einzige Ausweg in solchen Fällen ist, direkt am Grenzübergang eine europäische Versicherung online zu kaufen und den Grenzbeamten vorzuzeigen, aber diese Methode steht nur Menschen mit einer EU-Plastikkarte zur Verfügung, warnt ein Fahrer.

Ab Mitte Oktober bei der Beantragung eines Visums Deutschland einen Kontoauszug eines in der EU tätigen Kreditinstituts als Sicherheitsleistung anfordern.

Ein EU-Konto ist erforderlich für die Beantragung von Touristen- und Geschäftsvisa, Visa für private Besuche (bei Freunden, Verwandten oder Bekannten) sowie für medizinische Behandlungen und für die Teilnahme an kulturellen, wissenschaftlichen und sportlichen Veranstaltungen.

Zuvor hatte auch der Verband der Tourismusunternehmen (ATOR) berichtet, dass Deutsche bei der Beantragung eines Visums begannen, die Zahlung für die reservierte Unterkunft zu verlangen. Online-Servicebuchungen mit Zahlungsaufschub bei Anreise werden nicht mehr akzeptiert. Außerdem müssen die Russen jetzt nur noch Versicherungen bei europäischen Unternehmen kaufen. Das Dokument muss auf Englisch oder Deutsch verfasst oder in eine dieser Sprachen übersetzt sein.

Die EU hat am 12. September das Visaerleichterungsabkommen mit Russland ausgesetzt, die Bearbeitungszeiten verlängert und die Visagebühr auf 80 statt 35 Euro mehr als verdoppelt. Ausnahmen gelten für Familienmitglieder, Studenten, Journalisten, Dissidenten und Vertreter der russischen Zivilgesellschaft.

Gleichzeitig wurde den EU-Ländern das Recht eingeräumt, russischen Bürgern, die „die Sicherheit gefährden“ könnten, Visa zu verweigern. Aus dem amtlichen Dokument geht jedoch nicht hervor, was ein Sicherheitsrisiko darstellen kann und in welchen Fällen die Erlaubnis verweigert werden kann.

Marlene Köhler

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