Deutschland setzt seit langem auf Diplomatie statt Waffengewalt. Jetzt ändert er seine Strategie komplett – ČT24 – Tschechisches Fernsehen

Da die Panzer der Sowjetarmee zu ihrer Niederlage beitrugen, bekennen sich die meisten Deutschen zum Pazifismus. Jetzt sind es die russischen Panzer in der Ukraine, die Deutschland zu einer historischen Wende gebracht haben.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat versprochen, den Verteidigungshaushalt um 100 Milliarden Euro zu erhöhen. Die Finanzspritze soll die größte Armee Westeuropas, die unter jahrelangen Schwierigkeiten litt, auf die Beine stellen.

Todesermittlung

Helikopter, die nicht fliegen. Luftfahrzeuge, bei denen Rumpfteile abgenommen sind. Der Moment, in dem nur vier Eurofighter gleichzeitig abheben konnten. Von den gefürchteten Leopard-Panzern in deutschen Panzerverbänden sind in der Regel nur 40 Prozent kampfbereit. Hans-Peter Bartels, Vorsitzender des Wehrausschusses des Bundestages, sagte vor zwei Jahren eine harte Probe: Die Bundeswehr als solche sei nicht ganz einsatzfähig.

Schon zum Zeitpunkt des russischen Einmarsches in die Ukraine erklärte einer der ranghöchsten deutschen Soldaten, die Bundeswehr sei auf den Knien und für die Alliierten nutzlos. „Leider ist die Bundeswehr in vielerlei Hinsicht dem Tod entgangen“, sagte Philipp Dienstbier, Analyst bei der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS).

Jetzt, da die Regierung riesige Mittel versprochen hat, ist das kein Allheilmittel. Die Armee hat die Fähigkeit, ihre Kampfkapazität so schnell wie möglich zu erhöhen. Statt der langwierigen Entwicklung heimischer Waffen bleibt Deutschland oft nichts anderes übrig, als auf dem Weltmarkt einzukaufen.

„Es ist die Rede davon, Tornado-Jäger ersetzen zu müssen. Auch in diesem Fall wird es um den Kauf vorgefertigter Technik gehen.

Eine der fortschrittlichsten und teuersten Waffen von heute könnte auf den Himmel Mitteleuropas gerichtet sein. Neben modernster Technik fehlt es der Bundeswehr auch an Soldaten. In Deutschland wird daher die Einführung der vor elf Jahren abgeschafften Wehrpflicht überdacht.

Eckehard Steinmann

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