Ghana hat zwei Todesfälle nach der Ansteckung mit dem Marburg-Virus, es gibt keinen Impfstoff oder Heilmittel

Francis Kasolohe, ein Vertreter der ghanaischen Niederlassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), sagte, die beiden Patienten stammten aus dem südlichen Teil der Ashanti-Region, seien aber nicht miteinander verwandt.

Er fügte hinzu, dass sie unter Symptomen wie Durchfall, Fieber, Übelkeit und Erbrechen litten und ins Krankenhaus gebracht wurden. Aber dann starben sie.

Sollte eine Infektion mit dem Marburg-Virus endgültig nachgewiesen werden, wären es die ersten Fälle in Ghana und die zweiten in Westafrika, schreibt die BBC. Im vergangenen Jahr wurde ein Fall in Guinea bestätigt.

Die WHO hat ein Expertenteam nach Ghana entsandt, um das Gesundheitssystem bei der Vorbereitung auf eine mögliche Ausbreitung der Krankheit zu unterstützen.

Das Marburg-Virus gehört wie Ebola zu den sogenannten Filoviren. Aber bis jetzt hat es sich nie in dem Ausmaß wie sein Verwandter ausgebreitet. Es gibt jedoch noch keinen wirksamen Impfstoff oder ein Medikament dagegen. Das Virus verbreitet sich zwischen Menschen durch Körperflüssigkeiten. Ärzte raten den Patienten im Allgemeinen, viel Wasser zu trinken und bestimmte Symptome zu behandeln.

Das Virus wurde 1967 im Labor eines Pharmaunternehmens im hessischen Marburg entdeckt. Dort gelangte es in das Blut infizierter Meerschweinchen aus Afrika. Von Marburg breitete sie sich später nach Frankfurt am Main und in die serbische Hauptstadt Belgrad aus. Von den 31 Infizierten starben damals sieben Menschen.

Eckehard Steinmann

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