Konkurrenten aus Argentinien, Mexiko und Saudi-Arabien

Damit fanden sich die polnischen Fußballer zum zweiten Mal in Folge in der Gruppe ohne europäischen Rivalen wieder. Ähnlich war es bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland, als sie auf Senegal, Kolumbien und Japan trafen. Dann zogen sie sich nach der Gruppenphase zurück, aber jetzt sind die Hoffnungen höher.

„Ich persönlich freue mich sehr, dass wir mit Konkurrenten aus anderen Kontinenten spielen werden. Wenn es um Teams aus Europa geht, begegnen wir ihnen jeden Tag und wir wissen viel über uns selbst. Diesmal wird es anders sein und ich bin sehr zufrieden damit“, gab er nach der Auslosung zu. Trainer Czesław Michniewicz, der sich vor der Zeremonie nicht verbarg, dass er unter anderem Argentinier ziehen möchte

Auch der Zeitplan der Rojiblancos scheint günstig. Zunächst treffen sie am 22. November auf Mexiko. In der zweiten Runde, die für die polnischen Spieler normalerweise ein „Alleskönner“-Spiel bedeutete, treffen sie am 26. November auf das theoretisch schwächere Saudi-Arabien. Und erst am Ende, vier Tage später, spielen sie gegen den Favoriten, nämlich Argentinien, das beste Team der südamerikanischen Meisterschaft im vergangenen Jahr.

Robert Lewandowski vs. Lionel Messi – Ein solches Matchup ist ein Anziehungspunkt für viele Fans, nicht nur aus diesen Ländern.

PZPN-Präsident Cezary Kulesza machte ebenso wie Michniewicz und acht weitere Mitglieder der PZPN-Doha-Delegation, die am Freitag anwesend waren, keinen Hehl aus ihrer Zufriedenheit mit der Auslosung:

„Das ist eine sehr interessante Gruppe! Wir sind bescheiden, aber wir haben vor niemandem Angst. Wir werden kompromisslos und kampfbereit nach Katar fliegen“, schrieb er auf Twitter.

Die gesamte Zeremonie dauerte weniger als anderthalb Stunden. Die Rolle der Waisen spielten neben anderen großen Spielern in der Vergangenheit beispielsweise der Brasilianer Cafu, der Deutsche Lothar Matthaeus, der Iraner Ali Daei, der Nigerianer Jay-Jay Okocha oder der Algerier Rabah Madjer.

Nationalmannschaften desselben Kontinents konnten nicht in derselben Gruppe aufeinandertreffen (außer Europa, wo maximal zwei).

Der interessanteste Wettbewerb in der ersten Phase des Turniers ist der Wettbewerb zwischen den Teams, die bereits die Weltmeisterschaft im 21 ).

Auf der anderen Seite könnte Frankreich bei der Titelverteidigung in der Gruppe D in Katar einen ähnlichen Rivalen haben wie bei der letzten Weltmeisterschaft. Sie werden erneut gegen Dänemark und vielleicht gegen Peru antreten, wenn dieses Team im Juni die Playoffs gewinnt (mit dem Sieger des Spiels VAE-Australien). Tunesien ist der „neue“ Rivale.

Ähnlich sieht es in Gruppe G aus. Brasilien, Serbien und die Schweiz sind in derselben Gruppe wie vor vier Jahren. Ein weiterer Gegner für sie ist nur Kamerun (damals Costa Rica). Nach Ansicht vieler Experten ist es die stärkste Gruppe bei den diesjährigen Meisterschaften.

Die Brasilianer stiegen im aktuellen FIFA-Ranking zu Lasten der Belgier auf den ersten Platz. Für viele Profis gelten sie als WM-Favorit, spielten in den vergangenen Jahren aber auch pandemiebedingt nur selten gegen Konkurrenten aus Europa.

„Wir haben diese Spiele nicht, also gibt es Zweifel“ – der Trainer von „Canarinhos“ Tite gab letztes Jahr zu.

Traditionell gab es während der Ziehungen mehrere „Geschmacksrichtungen“. Beispielsweise trat Frankreich beim Weltmeistertitel 1998 und 2018 wie jetzt in der Gruppe mit Dänemark an. Andererseits traf „Trójkolor“ 2002 auch auf die Dänen und schaffte es nicht, aus der Gruppe herauszukommen.

Ein interessanter Wettkampf wird es aber auf jeden Fall, schließlich sind die Dänen aktueller EM-Halbfinalist.

Die beiden besten Teams aus jeder der acht Gruppen qualifizieren sich für das Achtelfinale. Im Falle eines Aufstiegs findet Polen einen Rivalen aus der „französisch-dänischen“ Gruppe D.

Die Weltmeisterschaft findet vom 21. November bis 18. Dezember statt. Ein atypischer Termin, aber Spiele in Katar im Sommer wären wegen der extrem hohen Temperaturen unmöglich.

Das polnische Team sicherte sich den Aufstieg durch den 2:0-Sieg im Play-off-Finale von Chorzów gegen Schweden. Sie gewannen zuvor durch Niederlage gegen Russland.

PAP / Adriana C.

Helene Ebner

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