Schon jetzt leben in Deutschland mehr Ukrainer als in Tschechien. Die Unterstützung ist großzügiger.

Nach einer Flüchtlingswelle in Millionenhöhe in Afrika und Asien muss Deutschland in wenigen Jahren mit einer weiteren Flüchtlingswelle fertig werden. Diesmal kommt es, wie in Tschechien, aus einer vom Krieg zerrütteten Ukraine. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums sind vor der russischen Aggression rund 290.000 Menschen nach Deutschland geflohen. Das ist ungefähr so ​​viel wie in der achten Tschechischen Republik.

Auch im Nachbarland haben sie mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie bei uns. Zum Beispiel bei einer ungleichen Belastung der Länder.

Es gibt auch Essen und Binden. Die Flüchtlingsvorräte schwinden

„Die meisten Flüchtlinge sind derzeit in Berlin, ähnlich wie Tschechien in Prag. Das liegt auch daran, dass sie dort bereits einen Hintergrund haben. Deshalb werden die Stimmen lauter, nachdem die Flüchtlinge gleichmäßig auf die einzelnen Bundesländer verteilt sind“, sagt Saxon Journalist Steffen Neumann, der feststellte, dass es auch Probleme mit fehlenden Unterkunftskapazitäten gebe.

Aber auch in Deutschland erhob sich eine große Welle der Solidarität mit Menschen, die vor der Wut des Krieges flohen. „Die Leute verstehen, dass wir helfen müssen, der Wille zu helfen ist wirklich groß“, erklärt ein deutscher Journalist.

Die letzte Flüchtlingswelle vor sieben Jahren hat die Anti-Einwanderungsbewegung Pegida und die Partei Alternative für Deutschland (AfD) gleichermaßen in den Fokus gerückt. „Es gibt einen stärkeren Widerstand im Osten, wo er mit den hohen Präferenzen der AfD zusammenfällt. Viele Menschen hier hören von der russischen Propaganda und stellen sich auf die Seite Putins. Die meisten sind dieselben Leute, die vor einiger Zeit und noch früher gegen Impfungen waren gegen die Flüchtlinge aus Afrika oder gegen die Türken“, bietet Steffen Neumann eine weitere Parallele zu Tschechien. Seiner Meinung nach ist jedoch nur ein Bruchteil der deutschen Bevölkerung gegen die ukrainischen Flüchtlinge.

Anrufe in die Ukraine sind kostenlos

Wie die tschechische Regierung hat auch die deutsche Regierung nach Ausbruch des Krieges eine spezielle Website in der Ukraine eingerichtet. Auf der Website germany4ukraine.de finden Geflüchtete alle notwendigen Informationen zu Unterkunft, medizinischer Versorgung, Transport oder sozialer Absicherung. Wie in Tschechien können sie in Deutschland Sozialleistungen beantragen. Die Grundsicherung für einen alleinstehenden Erwachsenen beträgt 364 Euro im Monat. Die Seite ist in vier Sprachen verfügbar. Neben Deutsch ist es auch in Englisch, Ukrainisch und Russisch verfügbar.

Ministerpräsident Petr Fiala

Budgetbelastung. Wir werden die Flüchtlinge nicht selbst verwalten können, sagte Ministerpräsident Petr Fiala.

Deutschland bietet Flüchtlingen aus der Ukraine kostenlose Züge oder Busse an. Dies gilt nicht nur für Reisen aus Polen oder Tschechien, sondern auch für andere Bewegungen in Deutschland. Außerdem können sie den öffentlichen Nahverkehr und regionale Verbindungen kostenlos nutzen. Die drei Betreiber Deutsche Telekom (Besitzer der tschechischen T-Mobile), Vodafone und O2 bieten kostenlose Gespräche aus dem Fest- und Mobilfunknetz in die Ukraine sowie Roaming in der Ukraine.

Über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge können Flüchtlinge aus der Ukraine SIM-Karten mit unbegrenzten Sprach- und Datentarifen erhalten.

U-Profil durchtränkt…
Bei Nachbarn.  Lesen Sie, was in Deutschland, Österreich, der Slowakei und Polen passiert.Bei Nachbarn. Quelle: ZeitschriftHeutzutage wissen wir oft viel mehr über das, was auf der anderen Seite der Welt passiert, als über das, was direkt an unseren Grenzen, in den Nachbarländern der Tschechischen Republik, passiert. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, Ihnen jeden Sonntag Neuigkeiten darüber zu bringen, was „mit unseren Nachbarn“ an diesem Ort, dh in der Slowakei, in Polen, in Deutschland und in Österreich, passiert. Sie werden von Menschen erzählt, die in den angegebenen Ländern leben, wie Eliška Gáfriková in der Slowakei, Martin Kratochvíl in Polen, oder die an der Grenze arbeiten, wie Alexandr Vanžura in Děčín oder Iva Haghofer an der österreichischen Grenze in Südmähren. Wir danken Herrn Vladimír Majer für die Inspiration zur Erstellung des Abschnitts. Manchmal trage auch ich, der Europa-Redakteur Luboš Palata, mit einer mitteleuropäischen Perspektive zur Kolumne bei. Wir wünschen euch einen schönen Zählsonntag.

Eckehard Steinmann

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