Überschwemmungen in Deutschland haben 156 Menschen das Leben gekostet, die Polizei warnt vor einer weiteren tödlichen Bedrohung

Verheerende Überschwemmungen in Deutschland haben mindestens 156 Todesopfer gefordert, aber Experten sagen, dass ein fehlerhaftes Hochwasserwarnsystem schuld sein könnte. Die Koblenzer Polizei warnt nun alle Anwohner vor weiteren Gefahren in Form unterbrochener Stromleitungen, die zum Tod führen können.

Extrem schwere sintflutartige Regenstürme haben diese Woche Deutschland getroffen. Die nächtlichen Überschwemmungen überraschten Hunderttausende Menschen. Die Kraft des Wassers hielt einige von ihnen in den Kellern von Häusern fest, beraubte andere ihrer hohen oder vertrauten Decken. Die Zahl der Todesopfer stieg am Samstag auf 133, später auf 141 und am Sonntagmorgen auf 156.

Die Koblenzer Polizei teilte am Samstagmorgen mit, dass sie mindestens 90 Personen im Zusammenhang mit dem Hochwasser registriere. Dabei handelt es sich um Opfer im Kreis Ahrweiler, der zu den am stärksten betroffenen in Westdeutschland zählt, berichtet der Deutsche Bild.

Später machte er via Facebook auf eine weitere tödliche Gefahr in Form einer unterbrochenen Stromleitung im Katastrophengebiet aufmerksam. „Halten Sie einen großen Abstand und setzen Sie sich keiner Gefahr aus! Stromleitungen können unter Umständen schon aus wenigen Metern Entfernung und ohne direkten Kontakt lebensgefährlich sein“, schrieb die Polizei.

Quelle: Profimedia

Nun beginnen viele Experten darauf hinzuweisen, dass das Warnsystem vor drohenden Naturkatastrophen offenbar versagt hat.

Europa hat vor einigen Jahren das sogenannte EFAS-System für extreme Hochwasser eingeführt, das Daten europäischer Wasserläufe sammelt, auswertet und an die zuständigen nationalen Behörden übermittelt. Anfang der Woche gab es eine Warnung heraus, aber Deutschland begann nicht mit der Evakuierung der Bevölkerung.

„Dass so viele Menschen gestorben sind, ist ein massives Versagen des gesamten Systems“, sagte die Hydrologin Hannah Cloke dem Portal. Politik. „Ich hoffe, dass die Menschen evakuiert werden, nicht so viele Menschen werden bei den Überschwemmungen von 2021 sterben“, fügte er hinzu.

Quelle: Profimedia / Jonas Güttler / dpa

Die Deutsche Bundesanstalt für Meteorologie gibt an, die Warnung erhalten und auch weitergegeben zu haben. „Wir sind nicht dafür zuständig, Evakuierungen oder andere Maßnahmen auf lokaler Ebene anzukündigen“, sagte der deutsche Sprecher Uwe Kirsche.

Die am stärksten betroffenen Städte sind Erftstadt, Ahrweiler oder Schuld. Das Wasser spülte die Häuser weg, und in der Stadt Erftstadt entstand auch nach dem Einsturz ein riesiger Krater, der weiter wächst und immer mehr Häuser verschlingt. Die Naturkatastrophe mit mehr als 100 Toten ist für Deutschland die schlimmste seit dem Zweiten Weltkrieg. Etwa tausend Menschen werden noch vermisst.

Im Raum Heinsberg kam es zu einem Dammbruch an der Rúr. Nach Angaben der Bezirksregierung Colonia mussten Rettungskräfte 700 Menschen evakuieren.

Mehr als 19.000 Einsatzkräfte beteiligten sich an den Rettungsmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen. Nach Angaben der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer geht das Wasser bereits zurück und weitere Menschenmassen, die bei den Überschwemmungen ertrunken sind, werden auftauchen. „Es ist ein Horrorfilm. Es ist absolut schrecklich, wenn er Menschenleben betrifft. Wenn Häuser zerstört werden, wenn die Straßen so aussehen, als hätten wir sie gesehen. Aber die Tatsache, dass Menschen bei dieser Katastrophe sterben, ist wirklich schrecklich“, sagte der Premierminister . . . .

Dutzende Menschen verloren ihre Freunde und Familie. Mehr zur Katastrophe in Deutschland im Bericht:

TN.cz

Eckehard Steinmann

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