Arbeitsmarktstudie: Weiterbildung gegen IT-Personalmangel

Der E-Learning-Plattformanbieter Udacity und das Marktforschungsunternehmen Ipsos haben eine gemeinsame Studie mit dem Titel „Transforming Talent. Globaler Wirkungsbericht“. Im August und September 2021 gaben mehr als 2.000 Führungskräfte und mehr als 4.000 Mitarbeiter aus den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland Einblick in den aktuellen Stand der digitalen Transformation in ihren Unternehmen. Als größtes Innovationshindernis nannten die Befragten den Mangel an qualifiziertem Personal. Diese könne laut Studie nur durch betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen reduziert werden.

Der Mangel an Fachkompetenz hat sich laut Umfrage bereits in den vergangenen sechs Monaten deutlich ausgewirkt. So meldeten durchschnittlich 46 % der Unternehmen Projektverzögerungen. Deutschland erzielt im Vergleich dazu das beste Ergebnis, weist mit 42 % aber nur eine geringe Abweichung vom Durchschnitt auf. Zudem hat Deutschland die wenigsten Unternehmen (38 %), die angeben, wichtige Projekte wegen fehlender Fachkenntnisse nicht abzuschließen, was wiederum nur wenige Prozentpunkte vom Bundesdurchschnitt (42 %) abweicht. Auch andere behandelte Themen wie Projekt-Outsourcing (insgesamt: 42 %) oder Kündigungen in Hightech-Unternehmen (insgesamt: 35 %) liegen im Allgemeinen auf ähnlichem Niveau und im Vergleich zu anderen Ländern.

„Talenttransformation. Global Impact Report: Fachkräftemangel betrifft Unternehmen in einer Vielzahl von Bereichen.

(Bild: Udacity, Ipsos)

Der Unterschied ist bei den Entlassungen aufgrund mangelnden technologischen Know-hows noch ausgeprägter: Der Unterschied zwischen dem niedrigsten in Frankreich (28 %) und dem höchsten in den USA (39 %) beträgt 11 Prozentpunkte. Deutschland liegt mittendrin. In diesem Land gaben 32 % der Befragten an, dass ihr Unternehmen aus diesem Grund Arbeitnehmer entlassen habe.

In den letzten sechs Monaten hatten 54 % der befragten Unternehmen Schwierigkeiten, neue Fachkräfte mit den erforderlichen technischen Fähigkeiten zu rekrutieren, und die Hälfte von ihnen musste Personen einstellen, die nicht über die erforderlichen Fähigkeiten verfügten. Mitarbeiter scheinen jedoch sehr daran interessiert zu sein, sich weiterzubilden: International ist mehr als die Hälfte der Befragten zwischen 18 und 49 Jahren der Meinung, dass ihr Unternehmen in ihre Weiterbildung investieren sollte. In Deutschland stimmen 69 % der 18- bis 29-Jährigen und 61 % der 30- bis 49-Jährigen zu.

Obwohl Unternehmen Weiterbildungsprogramme anbieten und 78 Prozent der befragten deutschen Unternehmen diese für gerechtfertigt oder sehr sinnvoll halten, sehen es nur 48 Prozent der Beschäftigten in deutschen Unternehmen ähnlich, was auf Unterschiede zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern hinweist.

Udacity und Ipsos schlussfolgern aus der Studie, dass Unternehmen ihre Mentalität zugunsten des effektiveren lebenslangen Lernens ändern müssen, das sie anbieten, anstatt bisher Neueinstellungen oder Schulungen für Privatangestellte zu nutzen. Wissenslücken schließen.

Weitere Einzelheiten finden Sie in den Hinweisen zu Ipsos und Udacity. Ipsos stellt den Bericht als frei verfügbare PDF-Datei zur Verfügung.

Roswitha Pohl

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