Deutschland liefert im Juli 15 Gepard-Panzer an die Ukraine – 20.05.2022

Deutschland liefert im Juli 15 Gepard-Panzer an die Ukraine Die Bewaffnung soll Hubschrauberangriffe wie die der Russen abwehren Die Ukraine erhält im Juli 15 deutsche Flugabwehrpanzer im Gepard-Stil, sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums. Neben der Übergabe der Waffen wird Deutschland nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa ukrainische Soldaten ausbilden und rund 60.000 Munition bereitstellen.

Die Ankündigung erfolgte nach einem Treffen der Verteidigungsminister beider Länder, Christine Lambrecht aus Deutschland und Oleksii Resnikov aus der Ukraine.

Lambrecht betonte, die Gepard sei eine „effektive“ Waffe mit „erheblicher Abschreckungswirkung“. […] zum Schutz kritischer Infrastrukturen [nas cidades ucranianas]“.

Die Bundesregierung hatte bereits angekündigt, am 26. April Gepard-Panzer zu schicken. Zwei Tage später stimmte der Bundestag der Maßnahme zu.

Die gepanzerten Fahrzeuge sollen aus dem Bestand des Rüstungskonzerns Krauss-Maffei Wegmann (KMW) stammen, der die Panzer aufgearbeitet hat und insgesamt 50 verfügbar sein dürfte.

Ursprünglich wurde das Gepard zum Schutz der Bundeswehr gegen tieffliegende Kampfflugzeuge und Hubschrauber entwickelt und kann auch gegen Bodenziele eingesetzt werden.

Es wurde in den 1970er Jahren produziert und auch in die Niederlande und nach Belgien verlagert. Die Bundeswehr hat das Modell vor rund einem Jahrzehnt ausgemustert. Innerhalb der NATO nutzt Rumänien immer noch das Luftverteidigungssystem.

Wie wirkt Gepard?

Gepard-Panzer, was auf Deutsch „Gepard“ bedeutet, verfügen über zwei identische 35-mm-Maschinengewehre, die in Höhen von bis zu 3.500 Metern gegen Flugzeuge und Hubschrauber eingesetzt werden können.

Die Waffen können für die ukrainischen Streitkräfte sehr nützlich sein, da sie speziell entwickelt wurden, um Angriffen von Hubschraubern wie der russisch-sowjetischen Mil Mi-24 entgegenzuwirken.

Es ist auch wirksam gegen Bodenziele wie Infanteriefahrzeuge und Transportpanzer. Aufgrund des relativ kleinen Kalibers der Maschinengewehre wäre es jedoch anfällig für Panzer.

Deutsche Waffen auf dem Weg nach Kiew

Die Bestätigung, dass Deutschland Waffen an das ukrainische Militär liefern würde, kam nach viel Druck und einer Änderung der politischen Haltung Deutschlands im Kontext des Krieges und nach Jahrzehnten relativer Distanzierung von Konflikten mit internationalen Partnern.

Seit der Zustimmung zum Waffentransfer durch den Bundestag am 28. April hat sich das Land verpflichtet, mehrere Systeme in die Ukraine zu schicken.

Dazu gehören beispielsweise sieben Haubitzen, ein sich schnell bewegendes, fahrzeugmontiertes Artilleriesystem mit Kanonen, das bis zu 40 Kilometer entfernte Ziele präzise treffen kann. Seit Anfang Mai befinden sich rund 60 ukrainische Soldaten zur Ausbildung in diesem System in Deutschland.

Der Rest der Waffen, die Deutschland schicken wird, sind 500 tragbare Stinger-Flugabwehrraketen, Panzerabwehrwaffen und andere kleinere.

Die Ukraine beklagt jedoch, dass Deutschland mit der Übergabe von Waffen, insbesondere von größeren, zu lange brauche.

Nachdem Russland angekündigt hatte, den Schwerpunkt des Krieges auf die östliche Donbass-Region des Landes zu verlagern, forderte die Ukraine den Westen auf, schnelle Panzer und Langstreckenartillerie bereitzustellen, um erfolgreich gegen russische Angriffe zu sein.

UK/CN (dpa, Reuters)

Helene Ebner

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