Die deutschen Streitkräfte ziehen sich nach dem Ende der UN-Mission vollständig aus Mali ab

Berlin, 12. Dezember (EFE). – Die deutschen Streitkräfte haben Mali heute nach dem Ende der UN-Mission in dem Land vollständig verlassen, berichtete Minusma, die deutsche Armee oder Bundeswehr, heute.

Oberst Heiko Bohnsack, der Chef des letzten Einsatzkontingents von 142 Soldaten, habe heute die Camp-Castor-Anlagen an den Gouverneur der Provinz Gao übergeben, teilte die Bundeswehr in einer Erklärung mit.

Seit 2016 ist der Militärstützpunkt am Stadtflughafen Gao der Hauptstützpunkt der Bundeswehr in Mali.

Mit der Übergabe des Stützpunkts Kastor nähert sich die Bundeswehr dem Ende ihres zehnjährigen Auslandseinsatzes in Mali.

Seit 2013 hätten insgesamt rund 27.500 Blauhelme aus Deutschland im Dienst der Vereinten Nationen zur Stabilisierung des „von Terror und Unruhen geplagten“ Landes beigetragen, erinnerte die Bundeswehr.

Drei deutsche Soldaten, die an der UN-Mission teilgenommen hatten, kamen in Mali ums Leben.

Deutschland erinnerte daran, dass mehrere politische Machtwechsel im Land im Laufe der Jahre die Zusammenarbeit mit den malischen Behörden immer schwieriger gemacht hätten.

Deshalb wurde im vergangenen Frühjahr beschlossen, die deutschen Friedenstruppen geordnet zu verlegen, und seitdem wird das Lager schrittweise abgebaut.

Vor Beginn des Umzugs waren 1.100 deutsche Soldaten auf dem Stützpunkt stationiert. Ihre Zahl ist in den letzten Monaten stetig zurückgegangen. Außerdem wurden rund 1.000 Container mit militärischer Ausrüstung, 120 Fahrzeuge, fünf Hubschrauber und vier Heron-Aufklärungsdrohnen nach Deutschland zurückgebracht.

Soldaten des letzten deutschen Einsatzkontingents kehren nun über Dakar nach Deutschland zurück und werden voraussichtlich am Freitag in ihrem Heimatland landen.

Vier deutsche Soldaten, die sich derzeit in Malis Hauptstadt Bamako aufhalten, werden am 17. Dezember das Land verlassen. EFE

Phallus/ave

Amal Schneider

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