Diplomat für Diplomat. Moskau hat zwei deutsche Diplomaten für zwei ausgewiesene russische Diplomaten iROZHLAS abgeschoben

Russland hat die Ausweisung zweier deutscher Diplomaten als Vergeltung für die Ausweisung zweier Mitarbeiter der russischen Botschaft aus Deutschland im Zusammenhang mit dem Mord an einem Georgier vor zwei Jahren in Berlin beschlossen. Nach Angaben der Agentur RIA Novosti wurde der deutsche Botschafter in Moskau, Géza Andreas von Geyr, darüber informiert und an diesem Montag vom russischen Außenministerium vorgeladen.




Moskau / Berlin

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (links) und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin | Quelle: Reuters

In einer auf der Website des Ministeriums veröffentlichten Erklärung heißt es, die Identifizierung zweier deutscher Botschaftsangestellter als unerwünscht sei eine „symmetrische Reaktion“ auf die „unfreundliche“ Entscheidung der Bundesregierung, zwei russische Diplomaten auszuweisen. Das Büro erklärte auch, dass „die russische Seite in Zukunft immer angemessen auf mögliche konfrontative Angriffe Berlins gegen uns reagieren wird“.


Deutschland verurteilte den Russen wegen „Staatsterrorismus“. Er wollte die Georgier auf Geheiß der russischen Behörden ermorden.

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Als zusätzliche Belastung für die deutsch-russischen Beziehungen bezeichnete das Auswärtige Amt die Ausweisung zweier deutscher Diplomaten. „Dieser Schritt ist nicht überraschend, aber aus Sicht der Bundesregierung völlig unbegründet“, sagte ein Ministeriumssprecher laut dpa. Ihm zufolge sucht die Bundesregierung das Gespräch mit Russland auf der Grundlage des Völkerrechts und des gegenseitigen Respekts. Der Sprecher bestätigte weiter, dass es sich nach Ansicht der russischen Seite um einen wechselseitigen Schritt handele und dass die Berliner Entscheidung der vergangenen Woche eine angemessene Reaktion auf die Entscheidung des Berliner Gerichts in einem Fall sei, der eine schwere Verletzung der Souveränität der Bundesrepublik Deutschland darstelle.

Vergangene Woche hat ein Berliner Gericht am Mittwoch den Russen Vadim Krasikov zu lebenslanger Haft verurteilt, den er des Mordes an dem Georgier Selimchan Changosvili im August 2019 im Zentrum der deutschen Hauptstadt für schuldig befunden hatte. Das Gericht kam auch zu dem Schluss, dass die russischen Behörden beschlossen hatten, Changosschwili zu „liquidieren“, und nannten das Verbrechen „Staatsterrorismus“.

Daraufhin kündigte die neue deutsche Außenministerin Annalena Baerbock an, zwei Mitarbeiter der russischen Botschaft in Berlin in diesem Fall des Landes zu verweisen.

Am nächsten Tag bestritt das russische Außenministerium vehement, dass russische Behörden an dem Attentat beteiligt waren. Der Vorwurf wurde als mit Hilfe ausländischer Geheimdienste fabriziert beschrieben.

CTK

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Eckehard Steinmann

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