Filmsession: „Ein deutsches Leben“

In der Galerie der Filme über NS-Verbrechen und insbesondere Erinnerungen an den Holocaust ein deutsches leben (2016) nimmt einen ganz besonderen Platz ein. Und vor allem, weil es das Ergebnis der Arbeit von vier Personen ist, die direkt oder indirekt mit der historischen Forschung verbunden sind: Christian Krönes, Olaf S. Müller, Roland Schrotthofer und Florian Weigensamer.

Brunhilde Pomsel ist die zentrale Figur. Er war zum Zeitpunkt der Dreharbeiten 104 Jahre alt, nach seinem Tod im Jahr 2017 war er 106 Jahre alt. Kurz gesagt, es ist ein Interview, in dem er seine persönliche und familiäre Geschichte zur Zeit der Machtergreifung der Nazis und später während des Zweiten Weltkriegs erzählt.

Zufällig war Brunhilde Pomsel zwischen 1942 und 1945 Sekretärin von Joseph Goebbels, dem Propagandaminister des NS-Regimes. Insofern sind seine Zeugnisse beeindruckend, zumal er trotz der begrenzten Informationen, zu denen er Zugang hatte, hinter den Kulissen die Vorbereitung und Vollendung der Endlösung spürte, die auf die Vernichtung des jüdischen Volkes hinwies.

Dies ist daher ein Dokumentarfilm von grundlegendem historischen Wert. Mit der Präzision, die sich aus einer langen Reflexion seiner persönlichen Erfahrungen ergibt, führt uns Brunhilde Pomsel in eine Situation ein, in der zentrale Fragen des 20. Jahrhunderts aufeinandertreffen: „Ein deutsches Leben“ ist das Innenporträt einer Diktatur.

des Films

Baldric Schreiber

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