Putin schickt Bomber, um Weißrussland in der Krise gegen Polen zu unterstützen – 10.11.2021 – Welt

Als Reaktion auf einen Anruf aus Weißrussland, das eine schwere Grenzkrise zu Polen durchmacht, schickte Russland von Wladimir Putin am Mittwoch zwei strategische Bomber mit nuklearen Fähigkeiten, um den Luftraum des Verbündeten zu patrouillieren (10).

Die beiden Tu-22M3 führten eine Runde durch, um „die Verteidigungsfähigkeiten des Staates der Union zu überprüfen“, heißt es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums in Moskau, die den Namen der 1999 geplanten politischen Allianz zwischen Russland und Weißrussland verwendet, aber nie es materialisierte.

Unterdessen haben polnische Sicherheitskräfte in der Nacht zum Dienstag und am frühen Mittwoch mindestens 50 Flüchtlinge aus Weißrussland festgenommen, was die Spannungen mit der Diktatur Alexander Lukatschenko erhöht.

Die Regierung von Minsk warf dem Westen erneut vor, die Krise erfunden zu haben, und bestritt, mit Russland den Zustrom von Einwanderern aus kriegsgeschädigten Ländern im Nahen Osten und in Südasien inszeniert zu haben. Gleichzeitig bat ein belarussischer Gesandter in Moskau die Regierung Wladimir Putin um Hilfe bei einer „gemeinsamen Antwort“ auf die Krise und verwies auf den geopolitischen Charakter des Streits, der durch die Beugung der militärischen Muskulatur noch deutlicher wurde.

Tu-22M3 sind modernisierte Versionen eines alten sowjetischen Modells, das noch in vollem Gange ist, und Patrouillen dieser Art sind sehr selten. Sie werden für Präzisionsangriffe mit Marschflugkörpern, Hyperschall- und sogar Atomwaffen verwendet.

Die Krise braut sich seit Mitte des Jahres zusammen, als vielleicht 15.000 Flüchtlinge nach Weißrussland gelockt wurden, mit der Aussicht, in benachbarte EU-Länder wie Polen und Litauen einzureisen. Seit letztem Montag (8) haben belarussische Streitkräfte Berichten zufolge Einwanderer zur Ausreise gedrängt.

Der Block behauptet, dass Lukatschenko sie als Schachfiguren benutzt, um Nachbarn als Vergeltung für Sanktionen gegen das Regime des Diktators für das harte Vorgehen nach seiner manipulierten Wiederwahl im August 2020 unter Druck zu setzen.

Der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki wiederum öffnete das geopolitische Substrat des Themas, indem er Putin direkt die Schuld für das Chaos gab. Warschau ist eines der aggressivsten Länder der EU und der NATO (Western Military Alliance) angesichts des sogenannten russischen Neoimperialismus.

Am Mittwoch sagte Morawiecki, es handele sich um einen Akt des „Staatsterrorismus“.

Minsk und der Kreml bestreiten die Vorwürfe, und das russische Außenministerium antwortet mit einer rhetorischen Argumentation. Die Flüchtlinge seien nur vor Kriegen geflohen, die wie im afghanischen und irakischen Fall von den USA und ihren Verbündeten geschürt worden seien.

Konkret empfing der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch seinen weißrussischen Kollegen Wladimir Makei, der zu einer „gemeinsamen Reaktion gegen feindliche Handlungen“ aufrief. Der Russe stimmte zu und griff die USA und Europa an, die er für die Krise verantwortlich machte.

Die Realität ist, dass jede Lösung über Putin geht, wie auch die deutsche Staatschefin Angela Merkel am Mittwoch betonte. Er forderte den Russen auf, einzugreifen, um eine humanitäre Tragödie zu verhindern.

Im Moment wird gekocht. Die Temperaturen an der fraglichen Grenze sinken nachts unter den Gefrierpunkt, und vielleicht sind 4.000 Menschen sofort in einer von belarussischen Streitkräften organisierten Schneise gestrandet, die sich weigern, Druck auf die Flüchtlinge auszuüben.

In der Praxis ist das letzte Nacht passiert. Nach Berichten von NGOs, die mit Einwanderungsrechten zu tun haben, ist der Verbleib der Häftlinge ungewiss und mindestens vier kurdische Flüchtlinge wurden von den Polen geschlagen.

Die Hochkommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Michelle Bachelet, bezeichnete die Lage in der Region als „unerträglich“ und forderte ebenfalls eine schnelle gemeinsame Lösung.

Die Lage, so das polnische Verteidigungsministerium, sei angespannt. Es gibt zwischen 15.000 und 20.000 nationale Polizisten und Soldaten in der Region, und Weißrussland hat auch Truppen von seiner Seite abgezogen. Es ist zu befürchten, dass es zu einer Eskalation der militärischen Konfrontation zwischen dem Nato-Land und Putins wichtigstem Verbündeten kommt.

In diesem Sinne diente die Entsendung von Bombern als symbolische Warnung des Kremls vor seinen Absichten.

Baldric Schreiber

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