Russland / Deutschland. Russland wirft Deutschland „Doppelmoral“ bei der Gaspipeline Nord Stream 2 vor.

MADRITE, 13 Eins. (EUROPA-PRESSE) –

Der russische Außenminister Sergej Lawrow beschuldigte Deutschland an diesem Donnerstag der „Doppelmoral“ für Nord Stream 2, während er sagte, die Situation mit den USA und der Gaspipeline habe „Deutschlands Mangel an wirtschaftlicher Freiheit gebrochen“.

Russlands Chefdiplomat habe „keine Freiheit“, seine wirtschaftlichen Interessen zu verfolgen, und verweist auf Deutschlands angebliche „Doppelmoral“, so ein Interview mit dem russischen Fernsehen von Sputnik.

Die Ankündigungen kommen, nachdem der Hohe Vertreter der Europäischen Union für auswärtige Angelegenheiten, Joseph Borrell, die Zukunft der russischen Gaspipeline mit den Entwicklungen in der Ukraine in Verbindung gebracht hat, die mit einer großen militärischen Konzentration an Russland grenzt. die Alarme für einen möglichen Einbruch ausgelöst hat

Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrehta ihrerseits sagte: „Es darf keine Verbindung zwischen Nord Stream 2 und den Differenzen zwischen Russland und der Ukraine hergestellt werden.

„Wir müssen diesen Konflikt lösen, und wir müssen ihn durch Verhandlungen lösen, wir haben jetzt die Gelegenheit“, sagte der Verteidigungsminister dem RBB.

Der neu gewählte deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz sagte, das Genehmigungsverfahren sei nach seinem Amtsantritt „völlig unpolitisch“ gewesen und bezeichnete die Pipeline als „privates Projekt“.

Für Deutschland ist Nord Stream 2, ein kolossales Projekt zum Transport von Gas von Russland nach Deutschland über die Ostsee, insofern wichtig, als seine Wirtschaft diesen Energieträger benötigt, um eine ökologische Wende zu vollziehen und Kohle zu ersetzen. Atomkraft.

DAS ERSTE TREFFEN VON BAERBOK UND LAVROVA

In diesem Zusammenhang sagte Maria Zajarova, eine Sprecherin des russischen Außenministeriums, am Donnerstag, dass sich die deutsche Außenministerin Annalen Berbok an diesem Dienstag mit ihrer russischen Amtskollegin treffen werde.

Während des Arbeitsbesuchs werden die angespannten Beziehungen zwischen Berlin und Moskau thematisiert, deren Beziehungen durch viele Konflikte einen Tiefpunkt erreicht haben.

Nach dem Mord an einem Georgier in einem Berliner Park hat ein Gericht einen Russen verurteilt und Moskau wegen „Staatsterrorismus“ angeklagt. Infolgedessen haben die beiden Länder mehrere Diplomaten ausgewiesen.

Deutschland macht Russland auch für Hackerangriffe auf den Bundestag im Jahr 2015 und Angriffe auf den Kreml-Gegner Alexei Nawalni mit dem verbotenen chemischen Kampfstoff Nowitschok verantwortlich. Das Labor der Bundeswehr hat im vergangenen Jahr Gift im Navalni-System nachgewiesen.

Bei dem Treffen sei auch ein Meinungsaustausch zu internationalen Fragen geplant, betont Zajarova, insbesondere im Hinblick auf Russlands Forderungen nach rechtsverbindlichen Sicherheitsgarantien der USA und der Nato.

Russland fordert ein Ende der NATO-Osterweiterung und akzeptiert die Ukraine nicht als Partner in das strategische Bündnis, behauptet, es sei durch die Erweiterung bedroht, und beruft sich auf militärische Maßnahmen, falls seine Forderung abgelehnt wird.

Zakharov fügte hinzu, dass das Treffen auch die „Perspektiven für die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland“ und praktische Aspekte der Zusammenarbeit in Handels- und Wirtschaftsfragen, kulturellen und humanitären Angelegenheiten und historischem Gedächtnis erörtern werde.

Weitere Themen sind Kontakte auf Bundestags- und Stadtratsebene, dem russischen Parlament sowie regionale und sozioökonomische Zusammenarbeit. Auch Fragen des gemeinsamen Klima- und Umweltschutzes sowie der Nutzung erneuerbarer Energien werden diskutiert.

Lawrow ist seit fast 18 Jahren Chef der russischen Diplomatie und damit der längste Außenminister Europas. Dies wird seine erste persönliche Begegnung mit der deutschen Politik sein. Im Dezember gratulierte der 71-jährige Lawrow seinem 30-jährigen Burbok zu seiner Amtseinführung und äußerte den Wunsch nach regelmäßigen konstruktiven Kontakten.

Amal Schneider

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