In der Nase bohren? Du bist nicht alleine. Der Nasenaffe von Madagaskar hat für diese Zwecke einen speziellen langen Finger

Das neue Video zeigt ein Aye-aye (aye-aye), das mit ausgestrecktem Finger in der Nase bohrt und seinen eigenen Schleim isst. Laut der britischen Guardian-Website sieht der einsame Promi-Affe mit großen Augen, einem buschigen Schwanz und sensiblen Ohren wie eine niedliche Kreatur aus, aber eine neue Entdeckung von Wissenschaftlern bricht diese Vorstellung ein wenig.

„Ich wollte wissen, was sie mit diesem Finger machen“, sagte er dem britischen Server. BBC Videoautorin und Professorin Anne-Claire Fabre an der Universität Bern. Die Wissenschaftlerin macht jedoch darauf aufmerksam, dass sie das Verhalten bei einem in Gefangenschaft lebenden Lebewesen beobachtet hat, es aber nicht bei frei lebenden Stinktieren gesehen hat.

Aye-aye werden wie Menschen als Primaten eingestuft, aber im Gegensatz zu ihnen sind sie nachtaktive Kreaturen, die vom Aussterben bedroht sind und nur auf Madagaskar leben. Sie sind auch in Aberglauben gehüllt und haben eine Reihe ungewöhnlicher Merkmale, darunter nagetierähnliche Zähne und einen langen, dünnen Finger.

Wissenschaftler glaubten lange Zeit, dass der Ksukola-Finger traf die Höhlen der Bäume, um die Larven zu finden und sie zu fischen. Doch jetzt ist es Forschern gelungen, die mysteriösen Kreaturen auf Video festzuhalten, in denen sie ihre Nasen graben, anstatt mit den Fingern nach Larven zu wildern. „Gleichzeitig führen sie ihren extrem langen Finger in die Nase ein und lecken dann den gesammelten Nasenschleim auf“, beschreiben die Wissenschaftler ihre Entdeckung im Fachblatt Zoology.

Laut der Co-Autorin der Studie, Anne-Claire Fabre, ist dieses Verhalten bei Primaten nicht gut untersucht. Es gibt nur wenige Studien, die sich mit den Nachteilen und potenziellen Vorteilen des Nasenbohrens befassen. Laut BBC weisen einige von ihnen darauf hin, dass diese Aktivität schädliche Bakterien verbreitet. Aber eine Studie legt nahe, dass Nasenbohren und Schleimessen tatsächlich für die Zahngesundheit der Menschen von Vorteil sein können. Laut dieser Studie hatten Menschen, die in der Nase bohrten, weniger Karies. „Ich denke, wir sollten es weiter untersuchen“, schließt das Thema eines Wissenschaftlers einer Schweizer Universität ab.

Eckehard Steinmann

"Dezent charmanter Zombie-Experte. Hardcore-Unruhestifter. Web-Freak. Begeisterter Musikwissenschaftler."

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert